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Scrumtisch – 7 Fragen und Antworten zu Scrum

Scrumtisch – 7 Fragen und Antworten zu Scrum

Wann ist klassisches Projektmanagement eventuell doch sinnvoll? Wie erkenne ich zu große User Stories und wie gehe ich damit um? Ist Scrum eventuell doch nicht immer die Antwort auf alles? Das waren nur einige Themen, über die auf dem 10. Scrumtisch von connect.IT diskutiert worden ist.

Viele interessante Diskussionen mit Professoren, Studenten, Geschäftsführern oder einfach nur interessierten Personen. Jeder Interessierte ist bei uns willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos und auch Nicht-Mitglieder von connect.IT sind gern gesehene Gäste.

Unsere Themen

  1. Auswahl der geeigneten Projektmanagement-Methode
  2. Erkennung zu großer User Storys ohne Grooming
  3. ScrumBut aber richtig?!
  4. Überblick bei vielen Tickets (Vermeidung von Redundanz, Paketierung, etc.)
  5. Was kommt nach „agil“?
  6. Definition of Ready – Blödsinn?
  7. Umgang mit Tickets, die niemand bearbeiten will

Es folgt ein Fazit der besprochenen Themen:

1. Wann klassisches und wann agiles Projektmanagement?

Wenn es um die Wahl der geeigneten Projektmanagement-Methode geht, dann muss es nicht immer Scrum sein. Klassisches Projektmanagement ist insbesondere bei gut planbaren und wiederholbaren Tätigkeiten sinnvoll. Doch gerade dann, wenn man es mit vielen Unbekannten zu tun hat, bietet sich agiles Projektmanagement an. Was immer „agil“ im Detail auch bedeuten mag.

2. Wann ist eine User Story zu groß und sollte unterteilt werden?

Immer wieder geschieht es, dass User Stories erfasst werden, die eigentlich zu umfangreich sind, um sie als einzelne User Stories stehen zu lassen. Um so etwas zu vermeiden, hilft jahrelange Erfahrung, doch diese ist nicht immer gegeben. Eventuell können Signalwörter wie „und“ darauf hinweisen, dass eine User Story geteilt werden sollte. Auch die Festlegung auf eine bestimmte Anzahl von User Stories pro Sprint könnte ein Mittel sein, um dem vorzubeugen.

3. Wie sieht eigentlich die Realität mit Scrum in Unternehmen aus?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Scrum strikt nach Lehrbuch, einfach nicht funktioniert. Oft spricht man in Unternehmen daher von ScrumBut und versteht darunter eine vom jeweiligen Unternehmen angepasste Version von Scrum. Scrum lebt von Feedback und bietet „Raum für Überraschung“. Vieles ist dabei möglich, doch bestimmte Dinge sind besonders wichtig. Unserer Ansicht nach gehören dazu insbesondere das Time Boxing und das Product Backlog. Ohne diese Dinge funktioniert es einfach nicht. Und generell gilt „Working Software over Documentation“.

4. Was tun bei Redundanz im Product Backlog?

Oft stellt man im Laufe der Projektzeit fest, dass sich erfasste Aufgaben im System überschneiden oder gar identisch sind. Insbesondere bei einer hohen Anzahl von Tickets verliert man oft den Überblick. Auch hier hilft Erfahrung, die leider nicht immer gegeben ist. Generell ist es wichtig, dass sich jeder im Team verantwortlich fühlt. Zwar hat der Product Owner aufgrund seiner Rolle eine besondere Verantwortung gegenüber dem Product Backlog, doch auch dieser benötigt ein Team, welches ihn unterstützt. Sinnvoll kann auch die Nutzung bestimmter Software sein. Zum Beispiel unterstützt die Software JIRA die Festlegung von Tags. Falls bestimmte Tags besonders oft auftauchen, kann dies ein Zeichen für Redundanz sein.

5. Was kommt nach „agil“?

Agiles Projektmanagement ist bei vielen Unternehmen im Moment sehr beliebt, doch was ist die Zukunft davon? Agilität ist nichts wirklich Neues. Schon die Steinzeitmenschen haben mit Zyklen (z.B. Hunger) und Feedbackschleifen (Absprachen bei er Jagd) gearbeitet. Im Moment ist Scrum ein großes Trendthema und niemand weiß was die Zukunft bringt. Fortschritt folgt nicht immer einer klaren lineare Entwicklung. Auch ein Gegentrend wäre durchaus denkbar. Die Zukunft wird es zeigen.

6. Ist eine „Definition of Ready“ überhaupt sinnvoll?

Unter „Definition of Ready“ versteht man einen bestimmten Zustand von User Stories. Ein Zustand, der erreicht werden muss, damit die Entwicklung beginnen kann (z.B. verständliche Akzeptanzkriterien). Doch wichtiger als eine formale Definition eines solchen Zustands ist der Konsens im Team. Eine solche Definition kann zwar durchaus sinnvoll sein, hängt im Einzelfall jedoch immer auch vom Team ab.

7. Wie geht man mit Aufgaben um, die niemand erledigen möchte?

Jeder von uns kennt es. Es gibt bestimmte Aufgaben, auf die man einfach keine Lust hat. Das gibt es im Privatleben genauso wie in beruflichen Projekten. Aufgaben, die oft lange stehen bleiben, doch irgendwann erledigt werden sollten. Um damit umzugehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist das Deligieren. Die andere ist eine höhere Priorisierung oder ein höheres Schätzen einer Tätigkeit, um dessen Wert im Team zu erhöhen. Manchmal ist es auch möglich eine solche Aufgabe einfach zu löschen, ist jedoch nicht immer möglich und sinnvoll.

 

Das war unser „kleines“ Fazit zu unserem 10. Scrumtisch. Der nächste Scrumtisch findet am 24. August im Coworking Space Heilbronn statt. Weitere Infos gibt es auf Twitter @ScrumtischHN und auf Xing.

Bei Fragen steht euch der Moderator Daniel Wierbicki gerne als Ansprechpartner zur Verfügung (wierbicki@connect-it.hn).

Über den Autor Daniel Wierbicki

Daniel Wierbicki ist studierter Wirtschaftsinformatiker und Gründungsmitglied vom connect.IT Heilbronn-Franken und dem Coworkingspace Heilbronn. Als Mitglied der Gemeinwohlökonomie Heilbronn setzt er sich für eine soziale Wirtschaftsordnung ein, bei der Mensch und Gemeinwohl im Mittelpunkt stehen. Als Blogger findet man ihn auf www.wierbicki.org.

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